Weltbank: 2018 blieb die Inflation in Russland niedrig, Wirtschaft wuchs trotz Sanktionen

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Die Weltbank hat einen Bericht herausgegeben, in dem sie darauf hinweist, dass die Inflation in Russland im letzten Jahr niedrig blieb, die Wirtschaft des Landes jedoch trotz Sanktionen wuchs. In dem Dokument mit dem Titel „Global Economic Prospects. Darkening Skies“, das Anfang Januar 2019 veröffentlicht wurde, heißt es:

Obwohl die Wirtschaftssanktionen verschärft wurden, erlebte Russland eine relativ niedrige und stabile Inflation und eine erhöhte Ölproduktion. Aufgrund der robusten Binnenkonjunktur wuchs die russische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent.

In ihrem Bericht vom Juni prognostizieren die Weltbank-Analysten das Wachstum der russischen Wirtschaft für 2018 mit 1,5 Prozent, genauso hoch wie im Jahr 2017. Laut der Weltbank haben Russland und andere Ölexporteure im Jahr „2018 ein stetiges Wachstum beibehalten, das durch einen Anstieg der Ölpreise gestützt wurde“.

Allerdings prognostizieren die Autoren des Berichts auch eine kurzfristige Verlangsamung des Wachstums der russischen Wirtschaft im Jahr 2019. Die Weltbank erwartet eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens. Für die Jahre 2020 und 2021 erwarten die Weltbank-Analysten letztlich einen Anstieg der Wachstumsrate des russischen BIP auf 1,8 Prozent.

Im Oktober hob auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das russische BIP-Wachstum im Jahr 2019 um 0,3 Prozent auf 1,8 Prozent an. Gleichzeitig prognostizierte der IWF für das gesamte Jahr 2018 in Russland – aufgrund einer moderat restriktiven Geldpolitik – eine Inflation in Höhe von 2,8 Prozent.

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Im Oktober sagte Maurice Obstfeld, der Chefökonom des IWF, dass die positiven Auswirkungen der steigenden Weltölpreise auf die russische Wirtschaft die negativen Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Russland überwiegen würden.



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