touristik aktuell | Boeing-Grounding: Airlines bleiben gelassen

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Die Sperrung des Luftraums für Boeing-Max-Flieger hat für Airlines, die diesen Flugzeugtyp in Deutschland einsetzen oder dies künftig wollen, zunächst keine Auswirkungen. Nach bisherigem Stand könne das Sommerprogramm wie geplant geflogen werden, heißt es von mehreren Fluggesellschaften, die touristik aktuell befragt hat.

So ist für den Ferienflieger TUI Fly in Deutschland, der im Sommer mehrere Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 einsetzen will, „das Thema zunächst nicht relevant“, wie Airline-Sprecher Aage Dünhaupt betont. „Noch haben wir die volle Flexibilität in der Flotte, um bei Bedarf umzuschichten.“ Daher werde man alle geplanten Flüge durchführen können, gegebenenfalls auch mit anderen Maschinen der Flotte.

Der deutsche Ableger der TUI-Airlines will im Laufe des Sommers vier 737 Max 8 einflotten und weitere zwei im kommenden Winter. Der erste Flieger soll nach bisherigen Planungen Mitte April den Betrieb aufnehmen. Für den Reisekonzern heißt es erst einmal abwarten: Es werde sich zeigen, ob das von Boeing geplante Software-Update ausreiche, um die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen oder das Grounding „ein längerfristiges Thema wird“, so der TUI-Fly-Sprecher. Dann müsse man die Planung anpassen.

Auch der isländische Carrier Icelandair, der bereits Max-Maschinen in Deutschland eingesetzt hat, gibt sich gelassen. Kurzfristig werde die Sperrung des Luftraums „keine wesentlichen Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben“, da nur drei von insgesamt 33 Flugzeuge der Airline betroffen seien, heißt es in einer Mitteilung. Zudem könne der aktuelle Flugplan „ohne Limitierungen“ mit der Bestandsflotte, die im Wesentlichen aus Boeing-757-Maschinen bestehe, bewältigt werden, so der deutsche Account Manager Lukas Hofmeister.

Abwartend zeigt sich auch der Ferienflieger Corendon. Denn dieser will erst im Mai eine Max-8-Maschine in Köln/Bonn stationieren und vor dort aus viele Sonnenziele anfliegen. Derzeit gebe es jedoch keine Einschränkungen, da alle Flüge von und nach Deutschland noch mit Boeing-Maschinen vom Typ 737-800 durchgeführt werden, so die knappe Rückmeldung aus der türkischen Zentrale des Carriers.



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