„Sozialstaat“ könnte so einfach sein!

1


Beitrag von Jürgen

Anstatt alles zu verschlimmbessern, wie es die SPD jetzt wieder anstrebt, via Bürgergeld, was im Prinzip an den vorhandenen Strukturen nichts ändert, die Verwaltung derselben aber nur noch aufwendiger und komplizierter macht, plädiere ich hier jetzt mal für ein bedingungsloses, steuerfreies Grundeinkommen! Inklusive einer kostenfreien Gesundheitsversorgung!

Nach meiner Überzeugung, ist es des Staates oberste Pflicht, zum einen für die Sicherheit seiner Bürger zu garantieren , zum anderen für sein Wohlergehen. Beides kann man unmöglich am, am Gewinn orientierten Unternehmen überlassen!

Dafür fallen dann alle anderen Sozialleistungen weg! Keine Renten-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung, kein Kindergeld, kein Bafög oder was es sonst noch so geben mag an staatlicher „Stütze“!

Wie hoch soll dieses Einkommen sein? Auch ich kann und will mich da nicht wirklich festlegen. Man mag sich an derzeitiger Grundsicherung orientieren, am Hartz4 Regelsatz oder einer Mindestrente. Es sollte so viel oder wenig sein, daß der Einzelne genug Motivation aufbringt, mehr zu wollen!

Wer Auto fahren, wer verreisen, wer bauen will oder was auch immer, der muß sich genötigt sehen, seinen Hintern in Bewegung zu bringen! Es ist ja auch nicht so, daß wir ein Volk von Faulenzern wären!

Und damit komme ich auch gleich zu der Totschlagfrage schlechthin! Wer soll das bezahlen?

Nun, im Prinzip ist es ganz einfach zu finanzieren!



Erstens! Wenn jeder, ab Geburt, sein Salär erhält und sonst nichts anderes, ersparen wir uns zunächst diesen bürokratischen Wasserkopf für jegliche Alimente, die verwaltet und ausbezahlt werden müssen! Man stelle sich vor, all jene, die dieser bürokratischen Monstranz angehören, nichts produzieren oder sonst keinerlei Mehrwert schaffen, die nur kosten, werden freigesetzt! Wir haben Fachkräftemangel? Wir hatten ihn!

Zweitens! Nach derzeitigem Stand holt sich der Staat, über die Märchensteuer, von jedem ausgegebenen Euro ein Fünftel zurück! Das Milchmädchen läßt grüßen!

Drittens! Alle Einnahmen, egal woher sie kommen, die hierzulande erwirtschaftet werden, müssen auch hier versteuert werden! Und mit alle meine ich auch alle! Egal ob durch Arbeit, Handel, Börsengewinn oder Mieteinnahme! Und durchaus für Jeden und jeden verdienten Euro gleich!

Viertens! Es gibt keine Abschreibungen oder sonstige Ausnahmen mehr! Unternehmerische Risiken, die sich der Normalbürger eh nicht leisten kann, verbleiben in persönlicher Haftung! Schluß mit Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste!

Fünftens! Es wird sich eine gewisse Verschiebung einstellen, was die Wertigkeit der Tätigkeiten angeht! Müllabfuhr, soziale Berufe, alles was mit einer gewissen Belastung oder Beschwernis einhergeht, sie werden eine Aufwertung erfahren! Der Bauer, der Handwerker, die Berufsgruppen, die wirklich gebraucht werden, müssen nicht mehr für einen Hungerlohn schuften müssen! Feiertagsarbeit und fehlende Wochenenden werden entsprechend honoriert werden müssen! Keiner mag sie missen, nur, wenn keiner mehr muß?

Wer braucht noch Aufsichtsratsvorsitzende für Millionengehälter, wenn der Keller volläuft? Wenn keiner mehr Rettung fährt? Der Müll sich vor der Haustüre stapelt?

Sechstens! Und wenn man schon Sozialstaat predigt, dann sollte er auch Menschenwürdig gestaltet sein! Es kann nicht sein, daß Notleidende (ich weiß sehr wohl, daß es auch andere gibt! Aber, ein GEK nimmt auch denen den Wind aus den Segeln!) sich zu Bittstellern degradieren müssen!

Die, aus lauter Scham, auf durchaus Zustehendes verzichten. Meinetwegen auch aus Unkenntnis. Was die Sicht auf diesen Sozialstaat auch nicht verbessert …

Summa summarum, ich sehe nur Vorteile durch die Einführung eines Grundeinkommens! Inklusive begleitender Maßnahmen! Es ist mir durchaus bewußt, daß der Teufel im Detail lauern mag! 🙂 Macht aber nichts! Ich erkläre die Diskussion für eröffnet!

Euer Jürgen

*****

Ein dreifaches (Die Redaktion)



Quelle

Bemerkungen