Russland senkt Auslandsverschuldung auf Tiefpunkt des Jahrzehnts und erhöht nationale Reserven

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Die Auslandsverschuldung Russlands ist seit Anfang letzten Jahres um 64,4 Milliarden US-Dollar oder 12,4 Prozent gesunken. Das verkündete die Zentralbank Russlands am Montag. Die Verschuldung betrug zum 1. Januar 2019 ungefähr 453,7 Milliarden US-Dollar, was laut den Daten der Bank den niedrigsten Stand seit April 2009 darstellt.

Die russische Auslandsverschuldung sinkt seit Mitte 2014, als sie nach den Sanktionen der USA und der EU ihren Höchststand von rund 733 Milliarden US-Dollar erreichte. Seitdem gelang es Russland, die Schulden um fast 280 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Allein im vierten Quartal 2018 wurde die Auslandsverschuldung angeblich um mehr als 16 Milliarden US-Dollar oder rund 3,5 Prozent reduziert.

Moskau setzt den Abbau seiner Abhängigkeit vom US-Dollar konsequent um

Laut makrostatistischen Daten wird sich die gesamte Auslandsverschuldung von Nicht-Finanzinstituten, einschließlich Kapital und Zinsen, im vierten Quartal 2018 und im ersten Quartal 2019 auf 21,8 beziehungsweise 10,7 Milliarden US-Dollar belaufen.

Die Regulierungsbehörde erklärte, dass Russland im ersten Quartal 2019 voraussichtlich mehr als 4,8 Milliarden US-Dollar Schulden der 40 größten nicht-institutionellen Anbietern von Unternehmensschuldverschreibungen zurückzahlen wird. Es wird erwartet, dass 800 Millionen US-Dollar im Januar, 772 Millionen US-Dollar im Februar und 3,3 Milliarden US-Dollar im März ausgezahlt werden.

Zu Beginn dieses Jahres berichtete die Zentralbank, dass die Devisenreserven das dritte Jahr in Folge angestiegen sind. Die nationalen Reserven wuchsen auf über 468 Milliarden US-Dollar. Anfang Januar letzten Jahres lagen sie bei 432 Milliarden US-Dollar.

Moskau setzt den Abbau seiner Abhängigkeit vom US-Dollar konsequent um. Der jüngste Quartalsbericht der Zentralbank zeigt, dass Russland den Anteil der US-Währung an seinen Währungsreserven auf ein historisches Tief senkte, als es fast 100 Milliarden US-Dollar in Euro, den japanischen Yen und den chinesischen Yuan transferierte.

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