Mentaltraining: Konzept, Übungen und wissenswerte Infos

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Durch Mentaltraining kannst du lernen, deine Gedanken bewusster wahrzunehmen und gezielt zu lenken. Welche Effekte dies haben kann und wie Mentaltraining genau funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Mentaltrainig?

Der Begriff des Mentaltrainings bezieht sich auf eine Reihe von Methoden, bei denen du deine geistigen Fähigkeiten gezielt einsetzt, um dein Denken und Handeln zu beeinflussen. Die Grundlage bildet dabei also die Macht der Gedanken, welche wir oftmals unterschätzen.

Auch wenn Gedanken physisch nicht greifbar sind und im Grunde nur in unserem Kopf existieren, haben sie einen enormen Einfluss auf unsere Gefühle und Handlungsweisen. Bist du in der Lage, deine Gedanken bewusst wahrzunehmen, auszuwerten und zu kontrollieren, so lernst du dich selber besser kennen und bist im Idealfall fähig, schneller bessere Entscheidungen zu treffen.

Die Methoden des Mentaltrainings, welches auch als mentales Training oder Mentalcoaching bezeichnet wird, sollen dir helfen, diesen Zustand zu erreichen. Besonders wichtig ist das Training: Nur wenn du beständig übst, wirst du die gewünschte mentale Stärke erzielen.

Was kann ich durch Mentaltraining erreichen?

Durch Methoden des Mentaltrainings kannst du selbstbewusster, entspannter und widerstandsfähiger werden. (Foto: CC0 / Pixabay / jill111)

Durch ein regelmäßiges und erfolgreiches Mentaltraining kannst du je nach deinen individuellen Bedürfnissen lernen, mit verschiedenen Problemen umzugehen und dadurch dein allgemeines Wohlbefinden verbessern. Einige mögliche Effekte des Mentaltrainings sind:

Im Allgemeinen soll das Mentaltraining insbesondere die Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) der trainierenden Person verbessern. Dieser Begriff beschreibt die Erwartung einer Person an sich selbst, bestimmte Handlungen aufgrund von eigenen Kompetenzen und Stärken ausführen zu können.

Glaubst du also daran, Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können, zeugt dies von einer hohen SWE. Die SWE hängt stark mit weiteren Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Belastbarkeit und Resilienz zusammen und wirkt sich maßgeblich auf deinen Lebensweg aus.

Tipp: In dem Artikel Selbstwirksamkeit: So förderst und stärkst du sie erfährst du mehr über Selbstwirksamkeit.

Mentaltraining – Methoden und Übungen

Die Meditation ist eine mögliche Methode im Rahmen des mentalen Trainings.
Die Meditation ist eine mögliche Methode im Rahmen des mentalen Trainings. (Foto: CC0 / Pixabay / lograstudio)

Mentaltraining kannst du mithilfe von Anleitungen in Büchern, CDs oder DVDs erlernen. Bevorzugst du direkte menschliche Interaktion, kannst du Workshops oder individuelle Beratungsangebote nutzen. Je nach deinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen, sowie den Vorgaben der Trainerin beziehungsweise des Trainers, kommen beim Mentaltraining viele verschiedene Methoden zum Einsatz. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Entspannungsübungen: Zum Zwecke der Entspannung können Techniken wie das Autogene Training, Meditation oder Progressive Muskelentspannung angewendet werden. Das Ziel ist dabei, Körper und Geist in Einklang zu bringen, indem du verschiedene Körperregionen wahrnimmst oder dich auf deinen Atem konzentrierst. Dadurch wirst du ruhiger und entspannter. Bald wirst du merken, dass du deine Gedanken selbst besser nachvollziehen und kontrollieren kannst.
  • Visualisierungen: Im Rahmen von Vorstellungsübungen führst du dir zum Beispiel geistig vor Augen, wie du in bestimmten Situationen handeln und fühlen möchtest. Dabei wird dir bewusst, welche Eigenschaften oder Handlungsweisen du dir gern aneignen würdest. So kannst du dein Verhalten besser reflektieren und deinen Vorstellungen anpassen.
  • Konzentrationsübungen: Wenn du deine kognitiven Fähigkeiten verbessern willst, kannst du regelmäßig Übungen ausführen, die in den Bereich des Gehirntrainings oder „Gehirnjoggings“ fallen.
  • Kreativitätstechniken: Insbesondere wenn du Mentaltraining verwenden möchtest, um Probleme in Beruf und Alltag durch innovative Ideen schneller zu lösen, bieten sich Techniken aus dem Bereich der Ideenfindung für dein Training an. Dabei können Methoden wie Mindmapping oder Brainstorming zum Einsatz kommen. Durch sie kannst du erlernen, Problemen auf ganz neue und ungewohnte Weise entgegenzutreten.

Achtung: Da der Begriff des Mentaltrainings in Deutschland rechtlich nicht geschützt ist, kann eine Vielzahl von weiteren Methoden unter diesem Begriff angeboten und vermarktet werden. Zudem kann sich jede Person als Mentaltrainer beziehungsweise -trainerin bezeichnen. Informier dich daher möglichst umfangreich, bevor du ein bestimmtes Angebot in Anspruch nimmst.

Unvorsichtig genutzte Methoden können dir im schlimmsten Fall seelischen Schaden zufügen, indem du dich leichter manipulieren lässt oder jeglichen Realitätsbezug verlierst. Einzig von Krankenkassen geförderte Entspannungsverfahren werden von diesen genau geprüft, sodass du dich hier auf die Kompetenz der Trainer und Trainerinnen verlassen kannst.

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