Vitamin-D-Mangel: Symptome, Ursachen und was dagegen hilft

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Vitamin-D-Mangel ist vor allem im Winter ein häufiges Problem: Wegen der wenigen Sonne kann unser Körper nicht ausreichend Vitamin D produzieren und viele Menschen fühlen sich niedergeschlagen. Hier findest du mehr Hintergründe und Tipps.

Vitamin-D ist auch als Sonnenvitamin bekannt. Es kann vom Körper selbstständig gebildet werden, benötigt dafür aber die Strahlungen der Sonne. Während du in den Sommermonaten daher in der Regel gut mit Vitamin D versorgt bist, sinkt der Vitamin-D-Spiegel in den Herbst- und Wintermonaten häufig stark ab.

Besonders in unseren Breitengraden genügt die Sonnendauer und die Intensität der Sonne im Winter nicht aus, um selbstständig ausreichend Vitamin-D zu bilden. Sind die Vorräte aus dem Sommer aufgebraucht, kommt es daher häufig zu einem Vitamin-D-Mangel.

Die Unterversorgung äußerst sich häufig durch unspezifische Symptome, etwa Müdigkeit. Bleibt der Vitamin-Spiegel zu lange oder zu stark unter dem eigentlichen Bedarf, können aber auch schwerwiegende Krankheiten begünstigt werden.

Symptome eines Vitamin-D-Mangels

Ein Vitamin-D-Mangel kann zu vermehrten Infekten führen. (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Ein Vitamin-D-Mangel äußerst sich anfänglich in unspezifischen Symptomen:

  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte, insbesondere für Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, da die Barrieren für Bakterien und Viren leichter überwunden werden können.
  • Vitamin-D wirkt entzündungshemmend und kurbelt die Kollagenproduktion sowie das Wachstum von Bindegewebe an. Wenn es im Körper fehlt, kommt es zu einer schlechteren Wundheilung.
  • Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, chronische Müdigkeit und Erschöpfung.
  • Fehlendes Vitamin-D beeinflusst die Muskelfunktion und den Knochenstoffwechsel. Schmerzen im Rücken und an den Beinen, Rippen und Gelenken können auf einen Vitamin-D-Mangel hinweisen.
  • Anhaltende schlechte Stimmung und Depressionen können im Zusammenhang mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel stehen. Das Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion der Glückhormone Serotonin und Dopamin.

Liegt ein chronischer Mangel des Vitamins vor, können sogar schwerwiegende Erkrankungen sowie ein ungünstiger Krankheitsverlauf begünstigt werden:

  • Paradontitis und Zahnfleischentzündungen
  • Diabetes
  • Asthma
  • Multiple Sklerose
  • Krebserkrankungen
  • Osteoporose

Ursachen eines Vitamin-D-Mangels

Wer wenig Zeit draußen verbringt, begünstigt einen Vitamin-D-Mangel.
Wer wenig Zeit draußen verbringt, begünstigt einen Vitamin-D-Mangel. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Fast 60 Prozent aller Menschen in Mittel- und Nordeuropa haben einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Der Hauptgrund: Die Haut nimmt zu wenig Sonnenstrahlen auf. Das kann zum Einen am Wetter liegen, zum anderen aber auch daran, dass man zu viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringt oder die Haut durch Kleidung verhüllt ist.
  • Erkrankungen wie Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) beeinträchtigen die Aufnahme des Vitamins aus dem Darm und können ebenfalls eine Unterversorgung begünstigen.
  • Die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann den Vitamin-D-Spiegel ebenfalls negativ beeinträchtigen.
  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit haben Mütter einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Wir dieser nicht gedeckt, ist oft ein Mangel die Folge.

Was hilft bei einem Vitamin-D-Mangel?

Spaziergänge in der Sonne helfen bei Vitamin-D-Mangel
Spaziergänge in der Sonne helfen bei Vitamin-D-Mangel (Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO)
  • Einen Vitamin-D-Mangel kannst du durch einen einfachen Bluttest beim Hausarzt nachweisen lassen. Um deine Vitamin-D-Speicher erneut aufzufüllen, solltest du mindestens dreimal wöchentlich bis zu 15 Minuten dein Gesicht, die Unterarme und deine Hände von der Sonne bestrahlen lassen. Da der Körper sich selbst vor einen Überdosis Vitamin-D schützt, bringt es nichts, möglichst lang in der Sonne zu verweilen. Die Aufnahme wird einfach automatisch gestoppt.
  • Auch UV-Lampen oder Solarien sind nicht ratsam, um die Vitamin-D-Produktion zu verbessern, da die Strahlen nicht dem Lichtspektrum der Sonne entsprechen und deshalb diesbezüglich nicht wirksam sind. Nur spezielle Tageslichtlampen können dabei helfen, den Vitamin-D-Spiegel wieder steigen zu lassen.
  • Andere Vitaminmangel lassen sich über die Ernährung beheben. Das funktioniert bei einem Vitamin-D-Mangel nicht, da kaum ein Lebensmittel ausreichend Mengen des D-Vitamins enthält. Allerdings gibt es Vitamin-Präparate, vor denen Stiftung Warentest aber warnt.

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