DDR war gar nicht so schlimm: Bei 50 Mauertoten sind Zweifel angebracht

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Nanu, heute ist der 9. November, bundesweit wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der Tag, an dem die Mauer fiel, wurde auf den 3. Oktober verschoben. Wenn es um den real existierenden Sozialismus geht, haben die heutigen Blockparteien und erst recht nicht verschiedene Bundesministerien, kein Problem mit ehemaligen Stasi-Spitzeln, knallharten Stalinisten oder Maoisten. Nein, Sachsen, ganz speziell Chemnitzer, sind das Problem.

Und auch das Gedenken der Opfer des DDR-Regimes könnte bald ernsthaft gefährdet sein. Die Arbeiter- und Bauernrepublik war nämlich gar nicht so schlimm, wie der rbb herausgefunden hat. An der Zahl der „richtigen“ Mauertoten seien plötzlich Zweifel angebracht, berichtet der Staatsfunk. Wenn der das sagt, dann muss das erstens wohl stimmen und zweitens ist es sogar erlaubt.

Die Recherche des rbb zur zweifelhaften Zahl von Toten an der innerdeutschen Grenze hat Konsequenzen

Wie die Bundeszentrale für politische Bildung dem rbb am Donnerstag mitgeteilt hat, hat sie die kritisierte Studie vorerst aus dem Sortiment genommen. Zugleich verteidigt sie die ursprüngliche Entscheidung, die Untersuchung in ihren Bestand aufgenommen zu haben.

Im Folgenden die Stellungnahme der Bundeszentrale an den rbb

„… Es handelt sich dabei um die erste umfassende Studie mit wissenschaftlichem Anspruch, die sich der Gesamtzahl der Opfer an der innerdeutschen Grenze widmet. Es gab bei Prüfung des Bandes im Haus keinerlei Anlass, an der wissenschaftlichen Redlichkeit der Arbeit des renommierten Forschungsverbundes SED-Staat an der FU Berlin zu zweifeln, zumal das Projekt ja auch durch das BKM unterstützt wurde. Im Gegenteil, es wären sicher in der Öffentlichkeit Fragen entstanden, wenn wir den Band nicht für unsere Schriftenreihe erwogen hätten. Die bpb bedauert es sehr, wenn nun Zweifel an einzelnen Ergebnissen auftauchen, begrüßt aber die öffentliche Debatte um dieses wichtige Thema der gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte. Bis zur Klärung dieser offenen Fragen ist der Band daher bei der bpb nicht verfügbar.“

In der Studie sind 327 Grenztote aufgeführt. Nach rbb-Recherchen sind aber in mindestens 50 Fällen Zweifel angebracht, weil Täter zu Opfern gemacht wurden, darunter Offiziere, die beispielsweise für die Stasi spioniert haben und sich später das Leben nahmen.



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