Mängel bei IT-Sicherheit und Datenschutz

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Durch die fortschreitende Digitalisierung entstehen neue Herausforderungen in Bezug auf die Daten-und IT-Sicherheit. Das belegt die diesjährige Rochus-Mummert-Studie zur Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft.

Technische Neuerungen kommen im Gesundheitssektor in immer mehr Bereichen zum Einsatz. Nicht nur eine Vielzahl von Softwarelösungen für die medizinische Diagnostik sowie zur Steuerung stationärer Behandlungsprozesse erleichtern die Arbeit in den Kliniken. Auch Roboter und künstliche Intelligenz halten zunehmend Einzug. Gleichzeitig entstehen durch die fortschreitende Digitalisierung neue Herausforderungen in Bezug auf die Daten-und IT-Sicherheit. Das belegt die diesjährige Rochus-Mummert-Studie zur Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft, für die rund 360 Führungskräfte in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen befragt wurden.

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) europaweit. Sie präzisiert die bereits geltenden Vorgaben auch in Deutschland.

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Das größte Potenzial für den Robotereinsatz sehen die Befragten in der stationären Materialwirtschaft und Logistik (87 Prozent der Nennungen), wo Roboterarme bereits heute mit dem Ein-und Ausräumen von Regalen oder dem Beladen von Fahrzeugen wertvolle Dienste leisten. Aber auch bei assistierenden Tätigkeiten während einer Operation gelten die künstlichen Kollegen als zukunftsweisende Lösung (75 Prozent der Nennungen).

„OP-Roboter arbeiten mit höchster Präzision und eröffnen neue Behandlungsoptionen. Wir gehen daher davon aus, dass OP-Roboter in Zukunft in allen größeren Kliniken regelhaft zum Einsatz kommen werden“, sagt Oliver Heitz, Partner bei Rochus Mummert und Leiter der Studie. 66 Prozent der Befragten halten die Roboterassistenz für gut geeignet, Reinigungs-und Serviceaufgaben im Gesundheitswesen zu übernehmen, gefolgt von diagnostischen und Pflegetätigkeiten mit 20 Prozent beziehungsweise 42 Prozent der Nennungen.

Klärung datenschutzrechtlicher Fragen

Insgesamt bieten Digitalisierung und Automatisierung ein enormes Potenzial für die Gesundheitswirtschaft. Nach Ansicht der meisten Studienteilnehmer werden Kliniken und Pflegeeinrichtungen dadurch künftig vor allem eine bessere Versorgung der Patienten sicherstellen (71 Prozent der Nennungen) und Kosten einsparen (64 Prozent der Nennungen). 67 Prozent sind zudem der Ansicht, dass die Digitalisierung dazu beitragen wird, unnötige Untersuchungen und Behandlungen zu vermeiden. Gleichzeitig ist der digitale Wandel für die Branche aber auch mit neuen Herausforderungen verbunden. Dazu zählt in erster Linie die Klärung datenschutzrechtlicher Fragen. Auch die eigene IT-Sicherheit macht Kranken-und Pflegehäusern zunehmend zu schaffen.

Wie die Studie zeigt, sind 43 Prozent der Befragten bereits Ziel eines Hackerangriffs geworden. Und fast ein Drittel (31 Prozent) schließt nicht aus, schon einmal Cyber-Kriminellen unbemerkt zum Opfer gefallen zu sein. „Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst natürlich auch die Gefahr von Hackerangriffen“, sagt Sukumar Munshi, Director Corporate Projects & Innovation bei Tiani Spirit, der als externer Healthcare-IT-Experte die Studie von Rochus Mummert unterstützt hat.

Geteilte Meinungen zum E-Health-Gesetz

„Die Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssen lernen, mit dieser neuen Bedrohung umzugehen – etwa durch umfassende IT-Sicherheitsprüfungen, gezielte Investitionen in Schutzmaßnahmen sowie Mitarbeiterschulungen. „Den meisten Führungskräften in Kranken-und Pflegehäusern ist die Problematik zwar durchaus bewusst. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (57 Prozent) hat allerdings erst das Bekanntwerden von Hackerattacken auf andere Einrichtungen zu einer verstärkten Sensibilisierung beigetragen. Und gerade einmal jeder zweite Befragte bezeichnete seine Institution in der Studie als ausreichend vorbereitet für einen möglichen Hackerangriff. Im Klartext bedeutet das: Die andere Hälfte hält den bestehenden Schutz für nicht ausreichend.

Beim E-Health-Gesetz sind die Meinungen der Führungskräfte zweigeteilt: 40 Prozent halten die Maßnahme für sehr sinnvoll. 40 Prozent halten sie zwar grundsätzlich für sinnvoll, empfinden jedoch den Aufwand als zu hoch. 16 Prozent sehen einen eher geringen Nutzen im E-Health-Gesetz und der Rest befürchtet sogar Nachteile durch das neue Gesetz.

Quelle: Rochus Mummert, 07.11.2018





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