Al-Wifaq: Normalisierung der Beziehungen Bahrains zu Israel ist großer Verrat

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Manama (ParsToday) – Die national-islamische bahrainische Bewegung „Al-Wifaq“ hat die Normalisierung der Beziehungen des bahrainischen Regimes zum zionistisch-israelischen Regime als einen großen Verrat bezeichnet.

Die israelische Zeitung „Jedi’ot Acharonot“ berichtete, dass die bahrainische Regierung in diesen Tagen geheime Gespräche mit Israel darüber führt, wie die Aufnahme der Beziehungen zwischen beiden Seiten öffentlich zu verkünden. Die Reise des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach Manama sollte den offiziellen Auftakt der Beziehungen bilden.

Wie der bahrainische Fernsehsender „Al-Lolo“ am Donnerstag berichtete, hob die Al-Wifaq-Bewegung in einer Erklärung hervor: „Diese Nachricht zeigt eine Änderung der Politik des bahrainischen Regimes gegenüber den Zionisten und bedeutet die Mißachtung der humanitären und islamischen Werte des bahrainischen Volkes, vor allem bezüglich der wichtigsten Frage der arabischen Welt und der Muslime, d.h. die Palästina-Frage.“

„Die Bahrainer sind ganz gegen Netanjahus Besuch in Bahrain. Alle geplanten Koopertionen in den Bereichen Wirtschaft, Sport, Presse und Handel sind inakzeptabel und werden verurteilt. Es gibt keinen Platz für den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes Benjamin Netanjahu und die Zionisten in Bahrain“, erklärte die al-Wifaq-Bewegung in ihrer Erklärung weiter.

Die Al-Wifaq-Bewegung forderte zudem die Völker in den arabischen und islamischen Ländern auf, sich diesem provokativen Schritt zu widersetzen.

Zuvor hatten auch die bahrainischen Geistlichen und  die Jugendbewegung „Koalition 14. Februar“ zu einer Demonstration zur Solidarität mit dem Al-Wifaq-Führer Sheich Ali Salman aufgerufen. 

Ein bahrainisches Berufungsgericht verurteilte Sheikh Ali Salman sowie Hassan Sultan und Ali al-Aswad zu lebenslanger Haft, wegen angeblicher Spionage für Katar und der geheimen Weitergabe von Verteidigungsinformationen an ein fremdes Land. Der bahrainische Schiitenführer Sheikh Ali Salman wurde 2014 verhaftet und im Juni 2015 zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Berufungsgericht verlängerte seine Haft jedoch auf neun Jahre.



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