touristik aktuell | DER Touristik: „Markteintritt für Airlines zu einfach“

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Das Flugchaos im zurückliegenden Sommer hat nicht nur bei Reisebüros und Veranstaltern Spuren hinterlassen, sondern auch das Image der Branche beschädigt: „Die turbulente Flugsituation hat viele Urlauber überstrapaziert“, kritisiert Rene Herzog, Zentraleuropa-Chef von DER Touristik. Dies dürfe sich so nicht fortsetzen.

Ein stabiler Flugmarkt sei „ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Reisebranche“, so Herzog während einer Pressekonferenz in Köln. Nach den jüngsten Erfahrungen sei deshalb ein Insolvenzschutz für Airlines dringender denn je.

Davon abgesehen fordert Herzog höhere Hürden für neue Fluggesellschaften: „Der Markteintritt ist für neue Carrier zu einfach.“ Zudem sollten die Airlines „nur so viele Flüge verkaufen, wie sie auch tatsächlich durchführen können“, weist der Manager auf eine Binsenweisheit hin, die offenbar nicht überall eingehalten wird.

Herzog wiederholt damit eine Forderung, die unter anderem beim DRV und beim ASR seit langem auf der Agenda steht, aber wenig Chancen auf eine Realisierung hat. Denn ein Zwang zur Insolvenzabsicherung von Airlines macht nur auf europäischer Ebene Sinn.

Das Problem: Experten glauben kaum, dass es in Brüssel dafür eine Mehrheit geben könnte. Denn die Airlines sperren sich massiv gegen eine solche Absicherung, da sie für sie zu Mehrkosten führt.

Die Reisebüro-Allianz QTA hat deshalb bereits ihre Konsequenzen gezogen: Im Rahmen des Service-Pakets „Quality Plus“ können angeschlossene Reisebüros ihren Kunden eine preisgünstige Insolvenzabsicherung für Flugreisen anbieten. Dem Projekt haben sich inzwischen Veranstalter wie TUI, FTI, Schauinsland, Bentour und Olimar angeschlossen. Über sie kann das Paket von sämtlichen Reisebüros in Deutschland gebucht werden – unabhängig ihrer Kette oder Kooperation. Das gleiche gilt für Kunden des Consolidators Aerticket.



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