Wahrer Humanismus – Evolution des Geistes – Prof. Hubertus Mynarek

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Götz Wittneben im Gespräch mit dem ehemaligen Dekan der katholischen theologischen Fakultät der Universität Wien, dem Religionswissenschaftler und Kulturphilosoph Prof. Dr. Hubertus Mynarek.

Als 1972 der katholische Theologe Hubertus Mynarek in einem Offenen Brief an Papst Paul VI. seinen Austritt aus der katholischen Kirche erklärte, ging es durch alle Medien: erstmals im zwanzigsten Jahrhundert wagt ein ordentlicher Theologieprofessor – (und geweihter Priester) diesen Schritt – und das öffentlich. In seinem Brief forderte er Papst Paul VI. auf, den Zölibat abzuschaffen und die vom zweiten vatikanischen Konzil eingeleitete Demokratisierung der katholischen Kirche wieder aufzunehmen. Umgehend wurde ihm die Lehrbefugnis an der theologischen Fakultät von Wien entzogen – und nicht nur das. In dem Neue Horizonte.TV-Video „Freigeist in der Kirche…“ schildert er die unglaublichen Reaktionen des katholischen Kirchenapparats nach seinem Austritt und der Ankündigung seines Buches „Herren und Knechte der Kirche“.

In diesem Gespräch legt Prof. Mynarek, dessen Habilitationsschrift sich bereits auf den Evolutionsforscher und zwischenzeitlich von seinem Orden nach China verbannten Jesuiten Teilhard de Chardin bezog, etliche philosophische Grundsteine für ein religiöses oder spirituelles Leben ohne kirchliche Dogmatik. Im Zentrum der Mensch als die sich ihrer selbst bewusst gewordene Evolution.
Der Mensch könne – offenbar als einziges Wesen auf Erden – seine Emotionen und Triebe gleichzeitig fühlen und beobachten. Er kann durch seinen freien Willen entscheiden, ob er seinen – zum Beispiel sexuellen – Trieben folgt oder nicht.

Literatur zu diesem Thema von Hubertus Mynarek: „Vom wahren Geist der Humanität – Der evolutionäre Naturalismus ist kein Humanismus – Die Giordano-Bruno-Stiftung in der Kritik“, NIBE-Verlag

Weitere Informationen und Bibliografie: http://mynarek.de

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