Haushaltsbuch führen: So behältst du deine Ausgaben im Blick

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Ein Haushaltsbuch hilft dir zu kontrollieren, wofür du dein Geld ausgibst. Doch keine Sorge – du musst kein Buchhalter sein, um deine Haushaltskasse im Griff zu haben.

Das Haushaltsbuch gibt dir den Überblick über deine Finanzen. (Foto: Martina Naumann/utopia)

Ein Haushaltsbuch dokumentiert deine Einnahmen und Ausgaben. Vor allem wenn du deine finanzielle Situation über einen längeren Zeitraum beobachten und kontrollieren willst, hilft dir dabei ein Haushaltsbuch:

  • Du kannst direkt ablesen, was deine großen Kostenblöcke im Monat sind.
  • Du erkennst, ob sich deine Ausgaben auch damit decken, wofür du dein Geld ausgeben möchtest.

Solche Erkenntnisse können auch erst ein mal eine Enttäuschung für dich bedeuten. Doch dann ist es umso wichtiger, dass du dabei bleibst.

  • Mit der Zeit wirst du besser in dem Umgang mit Geld und kannst deine Ausgaben besser steuern.
  • Jeden Monat siehst du in deinem Haushaltsbuch deine Fortschritte und wirst dadurch motiviert, weiter zu machen.

Haushaltsbuch – deine Finanzen übersichtlich geordnet

Im Haushaltsbuch schreibst du alle Ausgaben auf.
Im Haushaltsbuch schreibst du alle Ausgaben auf. (Foto: CC0/pixabay/jackmac34)

Wichtig für ein Haushaltsbuch ist, das du alle Einnahmen und Ausgaben notierst. Dazu zählen auch die Kleinigkeiten, die du so im Vorbeigehen kaufst, wie zum Beispiel die Breze vom Bäcker oder der Coffee-to-Go. Es erfordert etwas Disziplin, alle Kassenbelege zu sammeln und auch wirklich alles einzutragen.

Du kannst deine die Belege erst einmal in einer Schachtel sammeln und dann in regelmäßigen Abständen in dein Haushaltsbuch eintragen. Je nachdem wie viele Belege du hast, empfiehlt es sich die Daten wöchentlich oder monatlich in dein Haushaltsbuch zu übertragen.

Deine Einnahmen sind:

  • Gehalt
  • Kindergeld
  • sonstige soziale Bezüge
  • Zinsen auf Kapital, die dir auch wirklich zur Verfügung stehen
  • sonstige Einnahmen

Für den Anfang ist es einfacher, jährliche Zahlungen wie Urlaubsgeld oder auch Zinsen auf Geldanlagen in dem Monat zu berücksichtigen, in dem du das Geld erhälst. Wenn du also im Juli das Urlaubsgeld auf dem Konto hast, trägst du dies im Juli ein.

Wenn du etwas Übung hast und dich diese Einmalzahlungen stören, kannst du den Betrag auch auf zwölf Monate aufteilen und jeden Monat ein Zwölftel als Einkünfte aufschreiben.

 Zu deinen Ausgaben gehört alles wofür du Geld ausgibst:

  • Miete mit allen Nebenkosten
  • Kosten für Energie und Wasser
  • Versicherungen
  • Sparbeträge
  • Monatstickets oder Tankrechnungen für das Auto
  • Lebensmittel
  • Drogerieartikel und Kosmetik
  • Kleidung
  • Hobbies, Sportverein und Freizeitaktivitäten
  • Ausbildung oder Studium
  • sonstige Ausgaben, wie Urlaub

Um deine Ausgaben noch besser im Blick zu haben, kannst du sie in Kategorien zusammenfassen. Du kannst die genannten Kategorien verwenden oder andere, die besser zu deinen Ausgaben passen.

Haushaltsbuch – schon ein einfaches Schema reicht aus

Für jeden Tag trägst du deine Zahlungen in eine Tabelle ein.
Für jeden Tag trägst du deine Zahlungen in eine Tabelle ein. (Foto: Martina Naumann/utopia)

Das Schema wie du mit dem Haushaltsbuch arbeitest ist das Gleiche, ganz egal ob du ein Heft verwendest oder deine Daten im Computer eingibst.

1) Pro Monat erfasst du mit deine Ausgaben und Einkünfte mit dem jeweiligen Datum in einer Tabelle.

  1. Am Rand steht das Datum.
  2. In die ersten Spalte links trägst du deine Einkünfte ein, in der Regel hast du nur zum Monatsanfang diese Zahlungen einzutragen.
  3. Die zweite Spalte reservierst du für die Summe deiner Ausgaben.
  4. In den folgenden Spalten trägst du deine Kategorien für die Ausgaben ein.
  5. Am unteren Seitenende rechnest du jede Spalte zusammen und trägst hier in der zweiten Spalte die Summe der Ausgaben ein. Jede Spalte der Kategorien ist somit eine Teilsumme deiner Ausgaben.
  6. Unter der Summenzeile rechnest du die Differenz der Einkünfte zu den Ausgaben aus. Dies ist der Betrag, den du im Monat gespart hast. Sollte die Differenz mal ins Minus rutschen, hast du im dem Monat mehr ausgegeben als deine Einkünfte betrugen.

In einem Monat kann das durchaus mal vorkommen, zum Beispiel wenn du große Ausgaben hattest, wie für einen Urlaub oder eine Reparatur.

Solange du in anderen Monaten entsprechend mehr übrig hattest, ist das kein Grund zur Sorge. Anhand der Summen pro Kategorie kannst du den „Schuldigen“ schnell finden.

2) Am Jahresende summierst du alle Monate auf und erhälst den Betrag, den du das Jahr über gespart hast.

Haushaltsbuch – durch Budgets erreichst du deine Ziele

Durch Budgetgrenzen steuerst du deine Ausgaben.
Durch Budgetgrenzen steuerst du deine Ausgaben. (Foto: Martina Naumann/utopia)

Nachdem du weißt wohin das Geld geht, kannst du anfangen, deine Ausgaben einzuteilen.

Wenn du aus dem Haushaltsbuch siehst, dass du für eine Kategorie sehr oft (zu) viel ausgibst, überlege dir, ob die Höhe dieser monatlichen Ausgaben deinen Wünschen entspricht.

Stellst du fest, dass du zum Beispiel für Kosmetik oder Kleidung viel ausgibst und du dir deshalb nicht in den lang ersehnten Urlaub leisten kannst, steuerst du deine Ausgaben durch ein festes Budget für diese Ausgaben.

Ein Budget ist eine monatliche Obergrenze für deine Ausgaben. Bleibst du innerhalb der Grenzen deines Budgets, hast du am Monatsende auch die Summe übrig, die du dir vorgenommen hast. So kannst du deine Ausgaben entsprechend deiner Prioritäten besser einteilen und erreichst langfristige Sparziele.

Je länger du mit dem Haushaltsbuch arbeitest, desto leichter sollte es dir fallen, nach Plan einzukaufen und Spontankäufen zu widerstehen.

Budgetgrenzen unterstützen dich vor allem bei Ausgaben, die du besonders kontrollieren möchtest. Dies sind Ausgaben, die du direkt im Monat beeinflussen kannst – die variablen Ausgaben:

Andre Kosten, die gleich bleiben, wie zum Beispiel Miete, Versicherungen aber Energiekosten kannst du nur langfristig ändern:

  • Deine Versicherungen solltest du alle paar Jahre überprüfen, ob es neuere und bessere Angebote gibt, oder ob du etwa doppelte Versicherungen kündigen kannst.
  • Durch einen umsichtigen Umgang mit Strom bei deinen Elektrogeräten und der Heizung kannst du deine Nebenkosten senken.

Haushaltsbuch – entweder auf Papier oder im Computer

Dein Haushaltsbuch kannst auf die traditionelle Weise in einem Buch oder Heft führen.

  • Dafür bietet sich ein Din-A4-Rechenheft an, in das du das Tabellenschema einträgst.
  • Idealerweise solltest du pro Monat eine Seite verwenden, damit du nicht blättern musst, um den Überblick zu behalten.

Du kannst das Tabellenschema auch in Rechenprogramme wie etwa Excel übertragen:

  • Hier speicherst du für jedes Jahr eine Excelmappe ab, für jeden Monat fügst du einen neuen Tabellenreiter dazu.
  • In einer Zusammenfassung für das Jahr kannst du dir auch deine Sparziele anzeigen.
  • Auch einfach Diagramme, die deine Einkünfte und Ausgaben veranschaulichen, kannst du erstellen.

Computerprogramme für das Haushaltsbuch sind oft noch leichter zu bedienen. Auch Handy- oder Tablet-Apps sind hilfreich:

  • Die Apps oder Programme haben oft verschiedene Schnittstellen um Kontodaten einzulesen.
  • Automatisiert kannst du regelmäßige Beträge eintragen lassen und brauchst sie nicht jeden Monat neu eingeben.
  • Mit der Funktion „Budget setzten“ kannst du die Kategorien steuern.
  • Umfangreichere Programme ermöglichen dir auch auch deine Verträge, wie zum Beispiel Versicherungen oder Sparverträge zu verwalten.

Im Internet kannst du kostenlose Programme als Freeware herunterladen. Achtung: Einige Programme auf diesen Seiten sind nur für zehn oder 30 Tage kostenlos.

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