Aufreger der Woche, Warnung vor der Höhle, „Lisas“ Ungereimtheiten

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1. Ich bin keine Frau, ich bin kein Mann, ich bin Journalistin
(faz.net, Michael Hanfeld & Axel Weidemann)
Die jordanische Journalistin Rana Sabbagh leitet die Organisation „Arab Reporters for Investigative Journalism“ in Amman und ist gerade mit dem Raif Badawi Award ausgezeichnet worden. Die „FAZ“ hat mit der mutigen Journalistin über ihre Arbeit gesprochen.

2. Von Gauland und Gabriel, Gastbeiträgen und Gehältern
(deutschlandfunk.de, Silke Burmester)
Silke Burmester kümmert sich in ihrer „Deutschlandfunk“-Kolumne gleich um drei Aufreger auf einmal: Um den Umgang der „FAZ“ mit dem Gastbeitrag von AfD-Chef Alexander Gauland, der überaus gut dotierten journalistischen Tätigkeit von Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und Frank Plasbergs interessante Vorstellungen zu finanziellen Möglichkeiten und zur Steuerehrlichkeit freier Journalistinnen und Journalisten.

3. Homöopathie-Reklame in „Lisa“: Ein „Fehler“ mit Ungereimtheiten
(uebermedien.de, Hinnerk Feldwisch-Drentrup)
Das Frauenmagazin „Lisa“ hat in einer Art über Homöopathie geschrieben und Werbung für zwei Produkte und deren Hersteller gemacht, dass sich der Presserat veranlasst sah, eine Rüge auszusprechen. Die „Lisa“-Chefredakteurin gibt sich zerknirscht und spricht von einem „wirklich sehr bedauerlichen Fehler“, verwickelt sich jedoch „Übermedien“ gegenüber in Widersprüche.

4. ARD/ZDF-Studie: Warum der Begriff „online“ inzwischen Unsinn ist
(t3n.de, Stephan Dörner)
t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner hat sich die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie angeschaut und eine interessante Feststellung gemacht: Es werde immer noch streng zwischen online und offline unterschieden — diese Trennung habe sich im Smartphone-Zeitalter jedoch längst überlebt und zeige ein altertümliches Verständnis vom Internet. Es sei Zeit, sich vom Begriff „online“ zu trennen: „Er gehört in dieselbe Mottenkiste wie die nostalgischen Gefühle, die ein Modem-Geräusch in manchen von uns auslöst. Zur aktuellen, soziologisch sauber fassbaren Kategorie eignet sich der Begriff nicht.“

5. Gut für JournalistInnen
(taz.de, Christian Rath)
Zurzeit wird der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum „Schutz von Geschäftsgeheimnissen“ diskutiert, der auch die Position von investigativen Journalistinnen und Journalisten verbessert. Die ARD kritisiert den Entwurf mit wenig überzeugenden Argumenten, wie Christian Rath in der „taz“ findet.

6. Verbraucherzentrale warnt vor „Höhle der Löwen“-Produkten
(spiegel.de)
Beim Vox-Format „Die Höhle der Löwen“ bekommen Menschen mit Erfindungen oder Geschäftsideen „die Chance ihres Lebens“: Sie dürfen einer Gruppe von Investoren ihre Produkte vorstellen, die sich gegebenenfalls um die Vermarktung kümmern und die Produkte in die Läden bringen. Die Verbraucherzentrale NRW hat nun vom Kauf einiger „Höhle der Löwen“-Produkte abgeraten. Die Preise seien oft zu hoch, die Qualität sei zu schlecht.

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