Reporter ohne Grenzen fordern unabhängige Untersuchung zum Fall Khashoggi

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Paris (ParsToady/AFP) – Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat eine unabhängige internationale Untersuchung über das Schicksal des saudischen Regimekritikers und Journalisten Jamal Khashoggi gefordert.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen forderte am Mittwoch in einer Erklärung die Türkei und Saudi-Arabien auf, miteinander zusammenzuarbeiten und allen die Ergebnisse der Ermittlungen kundzutun. 

Saudi-Arabien nutze traditionell undurchsichtige Methoden, um kritische Journalisten zum Schweigen zu bringen, kritisierte RSF. 

Die Organisation beklagte außerdem, dass seit September vergangenen Jahres in Saudi-Arabien mehr als 15 professionelle und nicht-professionelle Journalisten festgenommen worden seien. In den meisten Fällen seien die Festnahmen nie offiziell bestätigt worden, erklärte RSF weiter.

Der saudische Kritiker und Journalist hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten und wird seither vermisst. Die Medien berichteten dann, dass seine Leiche in der Umgebung von Istanbul gefunden wurde. Saudi-Arabien behauptete, Khoshoggi habe das Konsulat verlassen. Die türkische Regierung geht jedoch davon aus, dass er im Konsulat ermordet wurde. 

Der regimekritische Khashoggi war vor mehr als einem Jahr aus Angst vor politischer Verfolgung ins Exil in die USA gegangen. Er steht auf der Liste von Personen, die Saudi-Arabien festnehmen wird bzw. verfolgt.



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