Wildcampen in Deutschland: Das solltest du wissen

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Welche Strafen und Regeln rund um Wildcampen in Deutschland gibt es? Und wie sieht es eigentlich in Nachbarländern aus? Wir geben einen kleinen Einblick in die Grauzone.

Allgemeines übers Wildcampen in Deutschland

Falls du zu den Abenteurern unter uns gehörst, dein Leben gern in der Natur verbringst und das am liebsten Tag und Nacht, solltest du dir vorher Gedanken über Regelungen und Strafen rund ums Wildcampen in Deutschland machen. Dies ist hierzulande nicht eindeutig geregelt und du befindest dich teilweise in einer Grauzone.

Sicher ist aber: In Naturschutzgebieten wie Nationalparks, Biosphärenreservaten und Biotopen ist Camping auf jeden Fall verboten. Dazu gehören auch die Küstenbereiche und gesondert ausgeschilderte Schutzgebiete. Achte aus diesem Grund immer gut auf Hinweisschilder, die dir verraten, ob Camping streng verboten ist.

Generell gilt: Solltest du dich für eine oder mehrere Nächte unter freiem Himmel entscheiden, verlasse den Ort wie du ihn vorgefunden hast und achte auf Flora und Fauna um dich herum – dies gilt vor allem für Feuer machen, Toilettengänge, Lärm und Müll.

Wildcampen in Deutschland: Regeln und Bußgelder

Wildcampen macht großen Spaß – in Deutschland muss man allerdings aufpassen, dass man nicht mit dem Gesetz in Konflikt gerät. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

In Deutschland sind die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Dies betrifft insbesondere auch die Strafen, die du im Bußgeldkatalog nachschauen kannst. Ingesamt können dich Strafen bis zu 5.000 Euro erwarten, welche sich von Tag zu Tag akkumulieren.

Wie gesagt, ist Campen in der Wildnis eine Grauzone. Denn im Prinzip ist in Deutschland Übernachten unter freiem Himmel erlaubt, es sei denn, es ist ausdrücklich verboten. Oft bezieht sich diese Regel auf einen Tag und eine Übernachtung im Biwak, also ohne Zelt. Möchtest du mehr als ein Tag und in einem Zelt übernachten bist du auf der sicheren Seite, wenn du auf Privatgrundstücken zeltest  – vorrausgesetzt du hast es vorher mit dem Eigentümer abgesprochen.

Da die Verordnungen bundesweit unterschiedlich sind, ist es sinnvoll, wenn du dich vor deinem Naturerlebnis mit den jeweiligen Gesetzen auseinandersetzt. Einige Bundesländer bieten inzwischen Plätze für eintägige Übernachtungen an – in Schleswig-Holstein sogar kostenlos.

Außerdem gibt es Unterschiede zwischen der „Wildnis“, in welcher du Zelten möchtest. So ist Campen im Wald verboten, in freier Landschaft jedoch wieder unklar definiert. Hier greifen die jeweiligen Gesetze der Bundesländer. Auch ob du mit dem Zelt oder einem Biwak unterwegs bist, macht einen Unterschied.

Über den Tellerrand geblickt: Wildcampen in Nachbarländern

Folge in Dänemark diesen Schildern um wild zu campen.
Folge in Dänemark diesen Schildern um wild zu campen. (Foto: Alexa Brosius/Utopia)

Natur hört nicht mit den Landesgrenzen auf. Besonders nicht bei Outdooraktivitäten wie Wandern oder Radfahren. Ein Blick in die Gesetzeslage unserer Nachbarländer lohnt sich also.

Dänemark: In Dänemark ist Wildcampen auf ausgeschilderten Wildcampingplätzen erlaubt. Ebenso wie in ganz Skandinavien. Eine Übersicht über Wildcampingplätze in Dänemark findest du hier. Aktiviere auf der interaktiven Karte die Filter „Frit teltningsomrade“ und „lille lejrplads“ und schon werden dir alle Plätze zum Wildcampen in Dänemark angezeigt.

Schweiz: In der Schweiz sind die Regelungen ähnlich wie in Deutschland. In Naturschutzgebieten ist Zelten streng verboten, außerhalb sollte deine Übernachtung beispielsweise mit Grundbesitzern oder Hütteninhabern abgeklärt sein.

Österreich: Hier ist Wildcampen nicht erlaubt und wird mit hohen Strafen geahndet. Mit dem Biwak darfst du allerdings in ganz Österreich „notgedrungen“ übernachten.

Frankreich: Zelten ist in Frankreich nur auf Privatgrund (und mit entsprechender Genehmigung) erlaubt.

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