Pfanddosen für Wurst bei Edeka: So reagiert das Netz

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Die Supermarktkette Edeka will künftig auf mehr Nachhaltigkeit setzen und bietet in einem Markt in Schleswig-Holstein Mehrwegdosen für den Einkauf an der Wurst- und Käsetheke an. Damit soll der Verpackungsmüll reduziert werden. Ein Wunsch, der auch von den Kunden selbst kommt und vielleicht auf weitere Märkte ausgeweitet wird. Im Netz findet diese Idee nicht jeder gut.

So funktioniert das neue Mehrwegdosensystem

Das Pfanddosensystem wird zunächst in einem Pilotmarkt in Büsüm in Schleswig-Holstein ausgetestet. Wer an der Käse- und Wursttheke etwas kauft, bekommt die Ware nicht mehr in einer Plastik- oder Papierverpackung, sondern in der Mehrwegdose. Beim ersten Kauf kostet die Dose laut eines Berichts des Merkur zwischen vier und fünf Euro. Beim nächsten Besuch wird die Dose wieder mitgebracht und in eine Sammelbox gegeben. Dann werden sie im Supermarkt gereinigt und wieder an den Theken bereitgestellt. Die Kunden bekommen sie dann kostenfrei.

Übrigens besteht nicht die Pflicht, eine der Dosen zu kaufen, es kann auch weiterhin eine Einwegverpackung verlangt werden. Viele Edeka-Einzelhändler interessieren sich bereits für das System, das nach erfolgreicher Testphase auch auf weitere Märkte ausgeweitet werden soll. Die Idee hat Edeka gemeinsam mit dem WWF entwickelt, um Alternativen zu Einwegverpackungen im Einzelhandel zu schaffen.

Sinnvolle Alternative? Das sagt das Netz

Die Supermarktkette bekam viel positives Feedback zu ihrem neuen Pfandsystem. Gelobt wurde zum Beispiel der nachhaltige Gedanke. Viele hofften darauf, dass die Dosen bald auch in ihrem Supermarkt verfügbar sein werden. Und einige Twitter-Nutzer konnten sogar schon von eigenen Erfahrungen erzählen:

Allerdings musste Edeka auch ziemlich viel Kritik einstecken. Häufigste Bemängelung: Auch die Dosen seien schließlich aus Plastik. Umweltfreundlich sei dies nicht, gerade wenn man an die Verschmutzung der Weltmeere denke. Schließlich können beim Abwaschen Plastikteilchen ins Wasser gelangen. Viele forderten eine Lösung, die komplett frei von Plastik sei. Andere erkannten gleich, dass damit die Kundenbindung an den Markt steigen würde. Ein Marketingcoup? Oft kam auch die Frage auf, warum nicht eigene Behälter genutzt werden können.

Andere bemängelten die Haltbarkeit und die Kosten für die Dosen:

Eher abneigt waren die Menschen, die kein Fleisch essen. Denn schließlich sei der Inhalt immer noch der Gleiche:

Was hältst du von der Idee, Mehrwegdosen aus Plastik an Wurst- und Käsetheken einzusetzen, um Verpackungsmüll zu begrenzen? Ich freue mich auf deine Meinung in den Kommentaren!





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