20 Minuten – Das sind die nervigsten Obst-Shopper im Laden

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In der Obst- und Gemüseabteilung in Schweizer Supermärkten geht was: Plastikverpackungen werden zunehmend reduziert; entweder lassen sie die Händler bald ganz weg, oder sie setzen auf umweltfreundlichere Alternativen wie Graspapier oder Banderolen.

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Was sich aber nicht ändert, sind die Konsumenten in der Frischeabteilung. Gerade beim Obst- oder Gemüsekauf tatschen, quetschen und riechen viele, was das Zeug hält – sehr zum Ärger der anderen Kunden.

20 Minuten nennt die gängigsten Typen – mit einem Augenzwinkern:

Die Avocado-Quetscherin

Ist die Avocado zu hart? Ist sie zu weich? Das findet die Käuferin heraus, indem sie jede Avocado einzeln aus dem Körbli nimmt und per Daumendruck genaustens prüft. Diese Taktik wendet sie übrigens auch bei Kiwis an. Die malträtierten Früchte, die ihrem Test nicht standhalten, legt sie natürlich kaltblütig wieder zurück. Letztlich nimmt sie gar keine und kauft die perfekte Avocado im Bioladen nebenan.

Die Apfel-Tatscherin

Jeder Apfel im Offenverkauf wird genau inspiziert. Eine braune Stelle? Eine asymmetrische Form? Geht gar nicht – und der Apfel landet inklusive Fingerabdrücken wieder im Regal. Ihr schlechtes Gewissen, dass andere Kunden nun angetatschte Äpfel kaufen müssen, hat sie schnell beruhigt. Waschen muss man das Obst ja ohnehin.

Der Melonen-Schnüffler

Endlich ist wieder Melonen-Saison – doch sind sie auch reif? Dieser Typ erinnert sich an Mamis Tipp: Einfach an beiden Enden gut schnüffeln – riecht er etwas, kann er die Melone kaufen. Dass der Kunde danach eine Melone mit nach Hause nehmen muss, die schon Nasenkontakt mit einem Fremden hatte, ist diesem Typen egal. Die Schale isst man ja nicht.

Der Pilz-Grübler

Frische Champignons im Offenverkauf sind oft dreckig und haben Erdreste dran. Trotzdem will er natürlich nicht unbedingt den Champignon mit der dicksten Erd-Kruste für den Salat, die Pizza oder die Pasta-Sauce. Sonst müsste er die Pilze ja mühsam abwaschen. Also grübelt dieser Typ in der Kiste rum – auch, um die richtige Grösse zu finden. Oder er greift gleich mit mit der Hand in die Kiste, um eine Faust voll Pilze zu nehmen. Dabei plumpsen diese natürlich links und rechts auf den Boden. Wieder aufheben? Ach nein, das macht dann ja das Verkaufspersonal.

Die Kleberli-Sünderin

Sie will vorbildlich sein. Bananen, Zwiebeln oder Chilis landen ganz sicher nicht in einem umweltschädlichen Raschelsäckli. Darum pappt sie das Kleberli mit dem Preis nach dem Wägen direkt aufs Obst oder Gemüse. Was gut gemeint ist, rächt sich an der Kasse: Auf dem Weg dorthin ist das Kleberli längst von der Banane gefallen, und die Kassierin muss zur Waage rennen. Oder das Preisschild wurde so eng um die Chili gewickelt, dass der Preis nicht gescannt werden kann. Der Stau an der Kasse ist vorprogrammiert.

Der Laisser-faire-Papi

Die Sprösslinge – und zwar alle drei – kommen selbstverständlich mit in den Supermarkt. Schliesslich ist Papi-Tag, und da kann man seinen Nachwuchs schon mal herzeigen. Das Problem: Die Kinder rennen in alle Richtungen und erkunden die Härdöpfel, die Rüebli und den Salatkopf mit den Händen. Der Laisser-faire-Papi schaut grosszügig darüber hinweg; Zurechtweisung gehört nicht zu seinem bindungsorientierten Erziehungsstil. Umso mehr müssen sich die anderen Kunden auf die Zunge beissen, die die kullernden Härdöpfel dann aufheben müssen.

Haben wir einen Typen vergessen? Dann erzählen Sie es uns in der Kommentarspalte.

(vb/dob)



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