DLR eröffnet KIMST 2018

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Am 14. Juni 2018 eröffnete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum ersten Mal Koreas größte Konferenz und Ausstellung im Bereich Verteidigungswissenschaft und -technologie mit einem Hauptvortrag des Programmkoordinators für Sicherheitsforschung des DLR, Dr. Dennis Göge. Die 20. Konferenz des Koreans Institute of Military Science and Technology (KIMST) fand am 14. und 15. Juni auf der Insel Jeju, Korea, im Jeju International Convention Center statt und zog mehr als 1500 Teilnehmer mit mehr als 1100 Vorträgen an.

Die diesjährige KIMST wurde gemeinsam mit dem Kooperationspartner des DLR, der Agency for Defence Development (ADD), und der Hanyang University veranstaltet. Sie fand zum ersten Mal überhaupt gemeinsam mit Spezialisten aus dem Sicherheitsbereich, einschließlich dem Korea Atomic Energy Research Institute, statt, um zivile Technologien durch akademische Forschung und Interaktionen zwischen verwandten Organisationen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Koreas zu nutzen. Als Einstieg in die Diskussionen stellte Dennis Göge aktuelle Dual-Use-Themen aus dem Forschungsportfolio des DLR vor, die künftige militärische Operationen sowie Alltagsanwendungen revolutionieren könnten. „Die Nutzung von georeferenzierten Daten hilft Streitkräften dabei, Missionen in Zukunft besser zu planen und zu trainieren. Andererseits werden die Daten benötigt, um die Digitalisierung verschiedener Alltagsanwendungen in der zivilen Welt zu realisieren“, sagte Dr. Göge.

Es fanden mehrere Sondersitzungen zur Integration von Koreas nationalen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten statt, um Sicherheitsforschung und -technologie auf ein neues Niveau zu heben. Fachvorträge aus den Bereichen Autonomie, Sonderwerkstoffe, Sensorik und Superintelligenz wurden vorgestellt und diskutiert. Insgesamt stellten 46 Unternehmen des koreanischen Verteidigungssektors ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus, um einen Überblick über den aktuellen Stand der unterschiedlichen Militärtechnologien zu geben.

Sicherheitsforschung im DLR

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.



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