touristik aktuell | Versicherer haben ein Luxusproblem | Wochenzeitung und Magazin für Touristiker

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Die deutschen Reiseversicherer machen in diesem Jahr zwar mehr Umsatz, müssen allerdings auch mehr und höhere Schäden regulieren. Bis Ende Mai lagen die Umsätze nach Angaben des Backoffice-Spezialisten TAA mit acht Prozent im Plus. Getrübt wird die gute Bilanz unter anderem durch die massive Grippewelle im vergangenen Winter, die für eine deutliche Zunahme der Schadenfrequenz sorgte, wie die Europäische Reiseversicherung (ERV) berichtet.

Die Höhe der durchschnittlichen Schäden nahm aufgrund der gestiegenen Reisepreise – etwa durch das Wachstum bei Luxusreisen – zu. Zudem wirkt sich die demografische Entwicklung auf die Segmente Kranken- und Reiserücktrittsversicherung aus.

Ein weiterer Wermutstropfen für die großen Versicherer ist der zunehmende Wettbewerb. Neue Anbieter drängen auf den Markt, und der Kuchen wird in mehr Stücke geteilt. So dürfte der Vertrieb des Neueinsteigers HDI etwa über die TUI-Plattform Vers4U – ein durchaus relevanter Vertriebskanal – für leichte Verschiebungen sorgen.

Ob die eigenen Versicherungsumsätze mit der guten touristischen Entwicklung Schritt halten werden, müsse sich erst noch zeigen, sagt Olaf Nink, Geschäftsführer der Allianz Global Assistance (AGA). Alexander Piwonski von der Union-Reiseversicherung (URV) äußert sich ähnlich: Die Umsätze seien bislang „stabil“. Der Versicherungsmakler MDT berichtet von guten Zuwächsen im Reisebüro-Vertrieb, was Geschäftsführer Stefan Winiarski auf den verstärkten Außendienst zurückführt.

Insgesamt wächst das Geschäft mit Reiseschutz seit Jahren, vor allem Jahresversicherungen werden immer stärker nachgefragt.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem und weiteren Versicherungsthemen lesen Sie im Special der ta-Ausgabe 26-27/2018, die kommende Woche erscheint.



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